Die
Geschichte der Pattberg-Schächte ist eng
verknüpft mit den Bergwerken Rheinpreußen und
Rheinland. Benannt ist die Zeche nach Heinrich
Pattberg, dem verdienstvollen Pionier des
linksrheinischen Bergbaus, der bis 1932 im
Direktorium der Gewerkschaft Rheinpreußen
tätig war. Ursprünglich als Abtrennung des
Grubenfeldes Rheinpreußen unter dem Namen
Rheinland-Schächte geführt, nahm die Zeche
1927 die Förderung auf. Die Übertage-Anlagen
entstanden im wesentlichen zwischen 1927 und
1934. Eine eigene Kokerei entstand 1928. Nach
dem Zweiten Weltkrieg kamen die
Pattberg-Schächte zur Rheinpreußen AG für
Bergbau und Chemie und 1969 zur Ruhrkohle AG,
die sie 1970/71 mit Rossenray und den
Rheinpreußen-Schächten zum Verbundbergwerk
Rheinland verschmolz, das lange Jahre als
größtes Bergwerk des Ruhrgebiets galt. Der
Stilllegung im Jahre 1993 folgte der
weitgehende Abriss der Tagesanlagen mit dem
Ziel, hier den Industriepark Moers zu
entwickeln. Vom historischen Bestand der Zeche
sind lediglich die Umformerhalle und der
unmittelbar an der Fußgängerbrücke über die
Autobahn A 42 gelegene Kugelwasserturm Bauart
Klönne erhalten geblieben. Die Fördermaschine
von 1912 zu Schacht 1 der Zeche Pattberg
einschließlich zwei Umformern gehörte zu den
größten Anlagen ihrer Art. Sie stammen von der
Schachtanlage Rheinpreußen 1/2 und zeigen noch
die frühe Entwicklungsphase dieser
Maschinengattungen. Die Umformerhalle ist
heute Standort der Stiftung
Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.