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Rheinkamp-Repelen |
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Siedlung Repelen
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Arbeitersiedlungen
Im Verlauf seiner Entwicklung zog das Land
zwischen Ruhr und Lippe über Jahrzehnte hinweg
tausende von Arbeitskräften von nah und fern
an. Zu neuen Siedlungskernen wurden die Zechen
und Fabriken selbst, erst recht, wenn diese
außerhalb älterer Ortskerne "auf der grünen
Wiese" gegründet wurden. Um Arbeitskräfte
anzuwerben und einen festen, sesshaften
Belegschaftsstamm heranzubilden, legten die
Zechen und Industrieunternehmen "Kolonien" an.
Ein geradliniges oder geschwungenes
Straßennetz, einzeln stehende Häuser für zwei
oder mehr Familien, getrennt zugängliche
Wohnungen, der Garten hinter dem Haus, oft mit
Stall für eine Ziege, die "Bergmannskuh" - so
etwa sah die gängige Werkssiedlung aus. Oft
sorgfältig und liebevoll saniert haben viele
Siedlungen ihre unverwechselbare Identität
bewahren können.
Siedlung Repelen
Gotische
Stufengiebel und Arkaden mit Spitzbögen in
einer Bergarbeitersiedlung aus den dreißiger
Jahren? Die Eckbauten in der Kamper Straße
zeigen Anklänge an expressionistische
Architektur, die gerne auf Motive der
Backsteingotik zurückgriff. Das Siedlungsbild
wird indessen durch die großen Baublöcke der
freistehenden, zweigeschossigen
Mehrfamilienhäuser bestimmt.
In der Siedlung Repelen verbindet sich
rationelle moderne Wohnarchitektur mit einer
eher traditionellen Formgebung, wie sie
besonders in den Walm- und Krüppelwalmdächern
zum Ausdruck kommt. Klinkermuster, bevorzugt
an Tür- und Fenstergewänden und an den
Hausecken, vor allem aber die Sprossenfenster,
die bei der Restaurierung wiederhergestellt
wurden, tragen zur Gliederung der Fassaden
bei. Die Eckbereiche und Straßeneinmündungen
sind durch besondere Haustypen und eine
versetzte Anordnung der Gebäude hervorgehoben,
wobei die Außenseiten der Siedlung in der
Kamper- und Freiligrathstraße einen größeren
Variationsreichtum zeigen als der
Innenbereich. Die großen Innenhöfe werden für
Nutzgärten und Spielplätze genutzt.
Die Siedlung liegt im Feld "Rheinland" der
Zeche Rheinpreußen, wo 1927 in den
Pattbergschächten I/II die Förderung
aufgenommen wurde. Bauherr war die
"Bergmannssiedlung linker Niederrhein GmbH",
die 1930-36 insgesamt 387 Wohneinheiten
erstellte. Da die gemeinnützigen
Baugesellschaften nicht werksgebunden bauen
durften, stand die Siedlung Repelen nur
mittelbar für die Belegschaft der Zeche zur
Verfügung. |
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