Das Emanuel Felke Denkmal
Denkmal 1Emanuel Felke, im Volksmund als "Lehmpastor" bekannt, begründete die altbewährte Lehm- und Heilerdebehandlung neu und verhalf ihr zu weltweitem Ansehen. Die von ihm entwickelten Anwendungen, die er durch gesunde Ernährung, Luft, Sonne und Bewegung ergänzte, eroberten sich rasch einen festen Platz in der Naturmedizin, werden teilweise aber auch von der Schulmedizin berücksichtigt. Des weiteren entwickelte er den Leitgedanken, dass man mit Hilfe der Irisdiagnose die passenden homöopathischen Arzneien finden könne. Später folgte er dem Konzept der Komplexmittel-Homöopathie und entwickelte eigene Präparate, die er anhand des Befundes aus dem Auge mit großem Erfolg verordnete. Dieses Konzept hat sich bis heute bewährt und als eine der stärksten Säulen der modernen Iridologie erwiesen.

Denkmal 2Zudem gebührt ihm der Verdienst, erstmalig durch seinen Sekretär veröffentlicht, die Grundsätze der Augendiagnose aus seiner langen Erfahrung dargestellt zu haben. Als eine Methode der sinnlichen Wahrnehmung ist sie nur schwer naturwissenschaftlich objektivierbar. Sie soll aber auch keine objektiven Befunde liefern oder ersetzen. durch sie erkennt der Therapeut grundlegende Reaktionsweisen, die ihm die Möglichkeit geben, auch schon im Vorfeld von Erkrankungen die möglichen Ursachen und den tendenziellen Verlauf des immer individuellen Krankseins zu erkennen, um sich dann zusammen mit einer grundlegenden Diagnostik dem eigentlichen Grundleiden einer Erkrankung therapeutisch zu nähern. Auch wenn Felke in Repelen von 1894 - 1915 als Naturheiler wirkte und von 1915 - 1926 beide Kurorte nämlich Repelen und Sobernheim betreute, waren ihm in Repelen große Ehrungen versagt. Zwar wurde ihm schon zu Lebzeiten, was ungewöhnlich ist, zwei Straßen nämlich die Felke- und Emanuelstraße als Ehrung zuteil, aber Ehrenbürger wurde er nur in Sobernheim.

Denkmal 3Repelen war um die Jahrhundertwende ein kleines Bauerndorf. Felke verhalf dem Dorf zu wirtschaft- lichen Aufschwung durch seine Kuranwendungen, er nannte sie die "Repelner Methode" , mit einem Kurpark, dem Jungbornpark, und bis zu 400 Kurgästen aus aller Welt, die von April - Oktober den Ort bevölkerten. In Deutschland existierten alleine 25 weitere Kurans- talten nach dem Vorbild des Repelener Jungborn. Die Betreiber dieser Kuranlagen hatten alle bei Felke hospitiert und waren von ihm geprüfte und zugelassene Heilpraktiker. Bei der Beerdigung war der Redakteur der Felkezeitung, Heinrich Stader aus Krefeld, als Grabredner anwesend, der alleine 25 Felkevereine aus Deutschland und 2.500 Mitglieder der Felkevereine weltweit vertrat. Für die Gemeinde Repelen sprach der Nachfolger des Verstorbenen im Pfarramt, Pastor Sohnius, der das Amt 1912 von Pfarrer Felke übernommen hatte.

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