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Rheinkamp-Repelen |
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Die Iris-Diagnose
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Mit Hilfe der Iridologie (Iris-,bzw.
Augendiagnostik) kann man neben wichtigen Hinweisen zur
konstitutionellen oder erblichen Veranlagung, längst bevor sich eine
Erkrankung manifestiert, auch akute Anzeichen der spezifischen
Krankheitsdispositionen erhalten.
Die
Irisdiagnose gehört zu den Verfahren der Hinweisdiagnostik und
befähigt im Rahmen der heute üblichen Untersuchungs- methoden zu einer
vollständigen naturheilkundlichen Diagnose, im Sinne der
Ganzheitsschau von Körper, Geist und Seele. Sie ist imstande den
richtigen Weg zu zeigen, wo man weiter suchen oder klinisch abklären
lassen sollte. In der Medizin des Altertums gehörte zusätzlich zur
Beurteilung der Haut-, Haar-, Nagel-, Zungen- und Harnbeschaffenheit,
die Einbeziehung des Auges zur Beurteilung des Gesundheitszustandes
eines Menschen dazu. In der traditionellen chinesischen Medizin wie
bei Hippokrates und Philostratus (300v.Chr.) lassen sich eindeutige
iridologische Hinweise finden. Philipus Meyen veröffentlichte 1670 in
seinem Werk Chiromantia media eine Topograpie der Iris mit
Organzuordnungen. Im 19.Jahrhundert ist als Restaurateur, Pionier und
Begründer heutiger Augendiagnose der ungarische Arzt Dr. Ignaz von
Péczely (1822-1911) zu nennen. Mit seinem 1881 veröffentlichten Werk
Entdeckung auf dem Gebiet der Natur- und Heilkunde, Anleitung zum
Studium der Diagnose aus dem Auge legte er den Grundstein der modernen
Irisdiagnose, womit er in der damaligen Fachwelt Aufsehen und
Kontroversen erregte.1909 kam es schließlich zur Konfrontation der
Verfechter und Gegner der Augendiagnose in Form eines (Ketzer)Prozesses
wegen angeblicher Kurpfuscherei gegen Emanuel Felke, der mit
beachtlichen Erfolg die Augendiagnose innerhalb eines eigenen
Heilmittelsystems in seiner Naturheilkundepraxis anwandte. Vor drei
damals bekannten Fachärzten mußte er unter der Aufsicht des Gerichts
seine Methode anhand von zwanzig Patienten unter Beweis stellen -
Felke wurde nach dieser skandalösen Tortur vom Gericht freigesprochen.
Zwei wesentliche Durchbrüche der Iridologie im 20.Jahrhundert sind
besonders hervorzuheben. Der eine wurde von dem Heidelberger Arzt
W.Lang erbracht, der in seinem Werk Die anatomischen und
physiologischen Grundlagen der Augendiagnostik (1954) nachgewiesen
hat, daß Nervenverbindungen von allen Teilen des Körpers zum Auge
bestehen. Der zweite erfolgte im selben Jahr mit der Veröffentlichung
Klinische Prüfung von Organ- und Krankheitszeichen in der Iris (1954)
von Dr.Vida und J.Deck. Es konnte anhand von 640 Patientenfällen an
der Karlsruher Klinik nachgewiesen werden, daß 74,4% der Fälle mit dem
klinischen Befund und der Irisdiagnose übereinstimmten. Wenn man
bedenkt, daß mit Hilfe der augendiagnostischen Zeichen hauptsächlich
die Veranlagung (nicht deren manifeste Erkrankung) eines Menschen
erfaßt werden kann, so ist der hohe prozentuale Anteil von 74,4%
Übereinstimmung als sensationell zu bezeichen. |
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