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Rheinkamp-Repelen |
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Das Sportzentrum in Rheinkamp
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Rund
um die Baugebiete Meerfeld, Eicker Wiesen und Zentrum, die den
zentralen Bereich der Gemeinde Rheinkamp bilden, bietet ein Ring von
Freizeit- und Erholungs- einrichtungen vielfältige Möglichkeiten für
Freizeitaktivitäten: Der Jungbornpark mit dem Repelener Meer und der
Tennisanlage; die Moersbachniederung; der Mittelpunkt-Spiel- platz
Eicker Wiesen; die Dauerkleingarten- anlage Eick West; der Bolzplatz
Meerfeld; der zu einem Erholungsbereich auszubauende ehemalige
Bahndamm mit einigen Trimm- stationen und einer Rodelbahn sowie ein
Sportzentrum mit Hallenbad, Sporthalle und Freibad mit Wellenbad.
Bestandteil und verbindendes Element dieser Einrichtungen sind einige
Rundwanderwege und ein Trimmpfad, die teils durch den Jungbornpark und
am Repelener Meer entlang sowie teils am Rande der Baugebiete über die
dort vorhandenen Fußwege geführt werden. Das Sportzentrum ist als
wesentlichste Anlage dieser Freizeit- und Erholungseinrichtungen
integrierter Bestandteil des geplanten Zentrums Rheinkamp. Es ist
unmittelbar neben den bereits vorhandenen weiterführenden Schulen
(Gymnasium, Realschule und Aufbau- realschule) errichtet worden und
ermöglicht mit den benachbarten Schulsportanlagen zusammen die
Durchführung eines sehr differenzierten Sportunterrichts. Allein in
den 0. g. Schulen werden zur Zeit etwa 1800 Schüler unterrichtet, die
diese Anlagen benutzen. Weitere Schulen befinden sich im
Einzugsbereich mit Pausenentfernung.
Die
nach einem Entwurf des Planungs- und Hochbauamtes der Gemeinde
Rheinkamp erstellte Anlage wurde durch die niederländische Firma
Pellikaan aus Tilburg als Generalunternehmer in einer für ein
derartiges Projekt sehr kurzen Bauzeit errichtet: Vom Baubeginn der
Hochbauten im September 1971 bis zur Einweihung am 3.11.1972 vergingen
nur etwas mehr als 13 Monate. Nach der Komplettierung der Anlage mit
dem am 30.05.1973 eingeweihten Freibad steht der interessierten
Bevölkerung ein Sportzentrum mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten
zur Verfügung. Das Echo in der Bevölkerung, wird am ehesten durch
Besucherzahlen dokumentiert, die in dieser Höhe nicht erwartet wurden:
Allein in den ersten 6 Monaten hatte das Hallenbad 200.000 Besucher zu
verzeichnen. Im Jahre 1973 besuchten das Hallenbad 323.196 und das
Freibad 336.365 Personen. An Spitzentagen im Juli 1973 wurden hier
über 12.000 Besucher gezählt. Aber auch die Veranstaltungen in der
Sporthalle, die wie die zwei Turnhallen morgens ständig für den
Schulsport ausgebucht ist, wurden von zahlreichen Zuschauern besucht.
Eine bunte Palette des Angebotes vom Hallenhandballspiel über
Boxveranstaltungen bis zu Konzerten lockte 1973 über 30.000 Besucher
an.
Auch 1974 brachte eine Reihe Veranstaltungen, wie die deutschen
Meisterschaften der Spielmanns-, Fanfaren- und Hörnerzüge in der
Sporthalle und die Bundesspiele der evangelischen Jugenddörfer
Deutschlands. Mit den Hallen im Sportzentrum verfügen Kindergärten und
Schulen sowie der Breiten- und Spitzensport in der Gemeinde Rheinkamp
insgesamt über 24 Gymnastikräume, Gymnastikhallen, Turnhallen und
Sporthallen mit einer Gesamthallenfläche von über 8000 qm. Das sind
etwa 0,2 qm Hallenfläche je Einwohner und damit das Doppelte der
Richtlinien des Goldenen Planes der Deutschen Olympischen
Gesellschaft.
Das Gelände, auf dem das Sportzentrum entstanden ist, hat eine Größe
von etwa 90.000 qm = 9 ha. Fast 7.000 qm bebaute Fläche umfassen die
Hochbauten {Hallenbad, Sporthalle usw.) mit einem Volumen von rund
50.000 cbm umbauten Raumes, das ist etwa ebensoviel wie 75
Einfamilienhäuser. 350 Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für 800
Fahrräder stehen für den ruhenden Verkehr bereit.
Von
der zentralen Eingangshalle mit Kasse am Parkplatz sind sowohl das
Hallenbad wie auch die Sporthalle, die beiden Turnhallen, die Sauna
und die Gaststätte zugänglich. 60 Wechselzellen mit 120
Garderobenschränken, 7 Sammelumkleiden mit 270 Garderoben schränken
sowie je ein Umkleideraum für Mutter und Kind bzw. Schwerbeschädigte
stehen den Besuchern des Hallenbades zur Verfügung. Über diese Räume
ist die Halle zugänglich, in der 3 Becken allen Möglichkeiten der
schwimmsportlichen Betätigung sowie deren Vorbereitung und Erlernung
dienen. Das Mehrzweckbecken {z. Teil mit Hubboden) in einer Größe von
15 x 25 m, hat 6 Bahnen. Dadurch können auch internationale
Veranstaltungen durchgeführt werden. Es ist mit einer 1- und 3 m
Sprunganlage sowie Jet-Stream-Düsen und Unterwasserscheinwerfern
ausgerüstet.
Seine Wassertiefe ist im Bereich des Hubbodens verstellbar von 0,90
bis 1,80 m, während sie an der Sprunganlage 3,80 m beträgt. Die
ständige Wassertemperatur von 28 Grad dürfte auch sonst etwas
vorsichtige Badewillige zu einem Sprung ins Nass anregen. Das
Lehrschwimmbecken mit 10 x 15 m und das Planschbecken mit 5,5 x 8 m
dienen im wesentlichen dem Schwimmunterricht der Schulen und sind
ständig stark frequentiert. Aber selbst Babys können hier an Wasser
gewöhnt werden und, wie man inzwischen weiß, schneller und besser das
Schwimmen erlernen als in späteren Jahren. Diese beiden Becken haben
Wassertemperaturen von 30 bzw. 32 Grad.
Ein von der Halle ausgehender Schwimmkanal zum Sportbecken des
Freibades gibt die Möglichkeit, dieses, da es beheizt ist, während
einer ziemlich langen Übergangszeit vor und nach der eigentlichen
Freibadsaison zu nutzen. Die Sporthalle, deren Umkleideräume ebenfalls
von der Eingangshalle her erreichbar und damit bei Großveranstaltungen
mit dem Umkleidebereich des Hallenbades ggf. wechselseitig nutzbar
sind, hat eine Größe von 27 x 45 m. Es sind Spielfelder für
Hallenhandball, Tennis, Basketball, Volleyball und Badminton markiert.
Eine einschiebbare Tribüne bietet Platz für etwa 500 Zuschauer. Bei
eingeschobener Tribüne wird eine Vergrößerung der Hallenfläche auf 31
x 45 m erreicht, die es ermöglicht in Querrichtung 3 Tennis-,
Basketball- oder Volleyballfelder zu bespielen und so die Hallen
zumindest zu Trainingszwecken erheblich besser auszunutzen. Die beiden
Turnhallen von 15 x 27 m und ein Konditionsraum mit einer
Kraftmaschine sowie anderen schweißtreibenden Einrichtungen bzw.
Gerätschaften ergänzen den Erdgeschossbereich.
Im
Untergeschoss der Anlage befindet sich unter anderem eine Sauna mit
einer Massage- und Bäderabteilung. Auch die für eine solche Anlage
notwendige umfangreiche Technik hat hier ihren Platz gefunden: Die
Wasseraufbereitungsanlage für Hallen- und Freibad; die
Wärmeaustauscher, welche die über das Fernwärmenetz gelieferte
Heizwärme zur Aufheizung des Badewassers und Heizung des Gebäudes
nutzen; eine automati- sche Chlorungsanlage zur Keimfreihaltung des
Wassers sowie die automatische Steuerungsan- lage für die Berieselung
der großen Liegewiesen des Freibades. Das Freibad wurde von dem
Rheinkamper Garten- und Landschaftsarchitekten Tute in Verbindung mit
dem Planungs- und Hochbauamt der Gemeinde Rheinkamp entworfen. Die
baulichen Anlagen führte ebenfalls die Fa. Pellikaan aus, die Außen-
und Grünanlagen die Fa. Tidick Rheinkamp. Es hat insgesamt 4 Becken:
Ein Sportbecken von 21 x 50 m mit 8 Bahnen ermöglicht mit seinen
Abmessungen im tieferen Bereich auch das Wasserballspielen. Wie schon
oben erwähnt, kann es durch Beheizung und den Anschluss an das
Hallenbad über den Schwimmkanal länger als sonst bei Freibädern üblich
genutzt werden.
Jedoch auch das Wasser der anderen Becken des Freibades, wie z. B. das
Sprungbecken, wird ständig auf Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad
gehalten. Eine doppelte 1- und 3 m Sprunganlage kann im Gegensatz zu
vielen anderen Bädern ständig benutzt werden, da es sich um ein reines
Sprungbecken handelt.
Das Planschbecken mit einem Bereich für Mütter mit Kleinkindern, eine
Wasserrutsche sowie der Spielbereich (die sogenannte Robbeninsel)
zwischen Sportbecken und Wellenbad bieten außer einigen Einrichtungen
wie Freilandschach und Kegelspielen Unterhaltung für alle
Altersgruppen- Letztlich das Wellenbad. Dieses mit einer Länge von 65
m und einer Brandungslänge von 45 m zur Zeit größte Wellenbecken
Europas, stellt wohl die Hauptattraktion des Freibades dar. Jeweils
bei Beginn des stündlich 2 x 10 Minuten dauernden Wellenbetriebes
beginnt ein regelrechtes Rennen auf die besten Plätze. Wellenhöhen von
rund 1 Meter bieten mit weißen Schaumkronen für die in der Urlaubszeit
Daheimgebliebenen "Seeatmosphäre".
Nach
dieser ausführlichen Vorstellung des Sport- zentrums Rheinkamp soll
auch nicht unerwähnt bleiben, mit welchem Kostenaufwand die Anlage
erstellt wurde: Hallenbad und Sporthalle, Turnhallen und Sauna,
Freibad mit Wellenbad, Schulsport- anlagen und Parkplätze, dies alles
erforderte Gesamtkosten in Höhe von etwa 14 Millionen DM. Eine stolze
Summe. Wenn man jedoch bedenkt, wie dieses Sportzentrum von der
Bevölkerung angenommen und genutzt wird, wie viele Schüler jährlich
hier das Schwimmen erlernen und Sportunterricht betreiben, so ist
durch die unbedingte Notwendigkeit dieser Anlage jede ausgegebene Mark
vollauf gerechtfertigt. Wenn man außerdem feststellt, dass das
Sportzentrum in einer zweckentsprechenden Weise gebaut und
ausgestattet worden ist und keinen unnötigen Komfort erhalten hat, so
ist sicher, dass es voll dem Zweck der sinnvollen Ausfüllung der
Freizeit, der Gesunderhaltung und der Fitness weiter
Bevölkerungskreise, insbesondere der Jugend, dient, und dies war der
erklärte Wille des Rates der Gemeinde. |
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